Eine bebilderte und vertonte Version zu einigen Texten von Diedrich Diederichsen Überlegungen zum Verhältnis von Pop und Minimalismus Teil II

Teil II, S.83 – 93
Hollis Frampton und Carle Andre und deren Verhältnis zu James Rosenquist
Hollis Frampton, Fotograf, Schriftsteller, Avantgarde-Filmemacher, 1936 Ohio – 1984 NY

Carl Andre, Künstler, Vertreter der amerikanischen Minimal Art, 1935 Massachusetts

James Rosenquist, Künstler, Vertreter der amerikanischen Pop Art, 1933 North Dakota

Frampton hält dem entgegen, dass Andre der romantischen Illusion unterliege es gebe ein Jenseits der Konsumgesellschaft und ein Jenseits der Werbung, Bilder die nicht mit der allgemeinen Bilderproduktion zu tun hätten, Lebensformen, die frei seien von den durch die Werbung geweckten Bedürfnissen“ ; nachdem Andre James Rosenquist Bilder mit demBegrifff des encouragement (der Ermutigung zum Konsum) kritisiert. „Andre gibt sich schliesslich mit diesem Argument geschlagen. Auch in seiner Arbeit fliesse sozusagen mittelbar Coca Cola.“

Dennise Hopper, Coca Cola, 1962

In dieser Andre/Frampton Kontroverse verweist Diederichsen auf Frank Stella – Das Bild als Objekt / Ding. Gleichzeitig soll aber auch einleuchten, dass verschiedene Objekte, Dinge, Konsumgegenstände auf verschiedene Dinge verweisen – ein überladenes Pop Art Gemälde also durchaus in marxistischer Kritik auf die kapitalistische Warenwelt verweist, wobei die einzelnen Objekte durch ihre bunte Überladenheitüberladenheit unkenntlich gemacht werden. Dahingegen ist die Skulptur der Minimal Art objekthaft und verweist auf sich selber.

Frank Stella, 1964
In diesem auf sich selber verweisen und und in diesem gewissen aus Kontext heraus gehoben zu sein, sieht Diederichsen dann wieder die parallele zur damaligen amerikanischen Jugendkultur. „Die jungen Leute die plötzlich so sehen konnten, sahen ein Readymade statt eine Kaffemühle, (…). Ein wesentlicher Moment haben psychedelische Erfahrungen (D. spricht von LSD, Meskalin, DMT oder Dope) und Readymade tatsächlich gemein. Die Objekte fallen aus ihrem Zusammenhang, (…).“
Keasy ist Warhol und Leary Le Witt .“ Gemeint sind die zwei unterschiedlichen Tendenzennn des Wahrnehmungskonsums der zwei grossen LSD-Kirchen, den Learyisten (kurz: meditativ, still, und Tibet – Fernfeh) und den Mary Pranksters (kur-neon-farbiges-Cabriorio Amerika. Die Verbindung will Diederichsen dann wieder in der klassischen Minimal Art finden. Skulptur / Plastik und Neon.

Dan Flavin

Dan Flavin
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